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Operative Umsetzung Vermögensbewirtschaftung

Rechnung pro Sozialversicherung

Mit dem Volksentscheid vom 27. September 2009 zur IV-Sanierung ist auch eine Verbesserung der Transparenz in der Rechnungsführung pro Sozialversicherung angestrebt worden. Die seit 1.1.2011 konsequente, buchhalterische Aufteilung in je einen separaten Ausgleichsfonds für die AHV, IV und EO erlaubt eine langfristig korrekte Zuordnung der Finanzmittel auf jede Sozialversicherung und trägt den unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben und Entwicklungsperspektiven Rechnung.

Die unterschiedlichen finanziellen Perspektiven verlangen im Anlageprozess eine gesonderte Risikobeurteilung pro Sozialversicherung, was zu drei unterschiedlichen Risiko- und Anlageprofilen führt. Die vom Bundesamt für Sozialversicherungen BSV durchgeführten Schätzungen werden jährlich wiederholt. Neue Erkenntnisse und Projektionen fliessen in die Festlegung der Anlageprofile ein. Die neuen Umlageperspektiven werden für das Publikum im Internet regelmässig publiziert.


Zentralisierte Vermögensverwaltung

Gemäss gesetzlichem Auftrag werden die Vermögen der drei Fonds zu Gunsten der Kosteneffizienz und aus Controlling-Überlegungen in einem gemeinsamen Pool verwaltet. Für alle Anlageklassen (Aktien, Obligationen etc.) gibt es Anlagebausteine (sogenannte Managed Accounts), welche durch interne und externe Vermögensverwalter nach klaren Vorgaben bewirtschaftet werden. Buchhalterisch sind jeder Sozialversicherung gemäss Anlageprofil und Vermögensvolumen Anteile an den Anlagebausteinen zugeordnet.

Um die Liquiditätsbedürfnisse jederzeit sicherzustellen sowie das Risiko effizient zu steuern, wird darüber hinaus ein separater Geldmarktpool geführt (Tresorerie), an welchem jede Sozialversicherung im Rahmen ihres Anlageprofils beteiligt ist. Über diesen Pool laufen auch alle Ein- und Auszahlungen der Sozialversicherungen (Cash-Management).


Risikomanagement

Das Anlageprofil jeder Sozialversicherung wird kontinuierlich überwacht und den sich laufend verändernden Risikoeinschätzungen angepasst. Damit das Risikobudget in der vereinbarten Bandbreite bleibt, sind ab und zu Umschichtungen zwischen den Vermögensklassen nötig. Dazu tätigt jede Sozialversicherung Käufe und Verkäufe in den unterliegenden Anlagebausteinen und dem Geldmarktpool. So wird sichergestellt, dass wieder die gewünschte Prozentquote pro Anlageklasse gehalten wird.

Ein zentrales Mass für die Risikobeurteilung ist die Volatilität an den Finanzmärkten, die sich an den täglichen Kursschwankungen beobachten lässt. Steigen beispielsweise die Preisausschläge nach oben und unten, die sogenannte Volatilität, werden in allen Sozialversicherungen risikobehaftete Wertschriften wie Aktien zurückgefahren. Somit wird das Risikobudget pro Sozialversicherung, die sogenannte Zielvolatilität, wieder eingehalten.


Aufteilung des Vermögens

Zulässige Bandbreite
  
Darlehen in Franken 5.0 % - 15.0 %
Obligationen in Franken 7.0 % - 17.0 %
Obligationen in Fremdwährungen 38.0 % - 48.0 %
Aktien 17.0 % - 27.0 %
Immobilienanlagen 7.0 % - 13.0 %
Edelmetalle 0.0 % - 4.0 %
Cash und andere taktische Anlagen 0.0 % - 5.0 %

Die mit den Anlagen verbundenen Währungsrisiken werden weitgehend abgesichert.


31.12.2019
  Aufteilung der Anlagen und deren Benchmarks 2020.pdf   





 
 
 
 

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